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Schwimmen


Schwimmzeit


Freitag:
Hofwiesenbad Gera - Bahn 8

Der Schwimmsport ist eine der ältesten Disziplinen des Behindertensports. Die Ursprünge findet man in der Physiotherapie und der Rehabilitation. Nach den beiden Weltkriegen hat der Breiten- und Leistungssport eine enorme Eigendynamik entwickelt. Bei den Paralympics gehören die Schwimmwettkämpfe neben der Leichtathletik zu den größten und beliebtesten Programmpunkten.

Schwimmen gehört zu den bedeutendsten Sportarten sowohl im Rehabilitationssport wie im Breiten- und Leistungssport. Unabhängig vom Grad der Behinderung, ermöglichen die physikalischen Eigenschaften des Wassers, es den Sportler sich ohne Hilfsmittel zu bewegen. Nur schwer sehgeschädigte oder blinde Athleten haben Anspruch auf taktile Hilfen, bei der Wende und beim Anschlag.
Aus medizinischer Sicht ist der Aufenthalt im Wasser so wertvoll, weil durch den Auftrieb des Körpers die Gelenke und die Wirbelsäule entlastet werden. Damit können Gelenke entlastet werden und Muskeln unter erleichterten Bedingungen trainiert werden. Dabei kommt dem Schwimmen noch eine andere wichtige Bedeutung zu: Es ist der Schlüssel zu anderen Wassersportarten, die aus nahe liegenden Gründen ein sicheres Schwimmen voraussetzen müssen.
Im Lehrschwimmbecken oder tiefen Wasser können behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene das Schwimmen erlernen oder wieder erwerben.
Wie im Nichtbehindertenbereich wird ebenso mit der Wassergewöhnung begonnen. Hierbei lernen die Kinder tauchen, springen, atmen und gleiten. Später werden die verschiedenen Schwimmarten (Rückenschwimmen, Brustschwimmen, Freistilschwimmen und eventuell das Delphinschwimmen) gelehrt. Die Kinder haben dann die Möglichkeit zu entscheiden, ob sie leistungsorientiert weiter schwimmen möchten. Hierzu ist mehrmaliges wöchentliches Training erforderlich.
Weiterhin haben die Kinder- und Jugendlichen die Möglichkeit an verschiedenen Wettkämpfen teilzunehmen. Es werden Wettkämpfe auf Vereinsbasis, Sichtungswettkämpfe, Landesmeisterschaften und Deutsche Meisterschaften angeboten, an denen man je nach seinen Leistungsvermögen teilnehmen kann.
Neben der Anerkennung der einzelnen Leistungen werten aber auch Werte wie: Kampfgeist, Zielstrebigkeit, Durchsetzungsvermögen, das Messen gegen andere, Selbsteinschätzung der individuellen Schwächen und Stärken, Eigenständigkeit, Selbstbestätigung und freudige Erlebnisse bei Wettkampfreisen vermittelt.

Um den verschiedenen Behinderungen gerecht zu werden erfolgt eine Klassifizierung. Im Sportschwimmen werden 14 Startklassen unterschieden. Es gibt 10 Startklassen für Körperbehinderte (Mindestbehinderung: u.a. Klumpfuss, Einschränkungen der Hüftbeweglichkeit, fehlen einer halben Handfläche, Unterschenkelamputation), 3 Startklassen für Sehgeschädigte (Mindestbehinderung ist eine maximale Sehkraft von 10 Prozent), 1 Startklasse für geistig Behinderte (maximaler IQ von 75%) und 1 Startklasse für Allgemein- und Lernbehinderte.

 

INTEGRA Gera e.V. | integragera@hotmail.de