Im Mittelalter waren
dies Trainingsmethoden für
Langbogenschützen, die im militärischen Dienst standen. In England war
jeder Mann zwischen sieben und dem sechzigsten Lebensjahr gesetzlich dazu
angehalten, wenigstens einen Bogen und zwei Pfeile zu besitzen.
Als dann andere Sportarten aufkamen, ging man in England
sogar soweit das im Jahre 1369 ein Gesetz von Edward III. ausgerufen wurde:
„ Hiermit befehlen Wir, dass jeder
Mann von Leibes Gesundheit in der Stadt London zur Mußezeit und an den
Feiertagen Bogen und Pfeile benütze und die Kunst des Schießens erlerne und
übe.
Auch gebieten Wir, dass sich bei
Kerkerstrafe niemand dem Fußball, Handball, Steinstoßen, Holz- und
Eisenschleudern, dem Hahnenkampf oder dergleichen eitlen Spiele widme, die keinen Gewinn die keinen
Gewinn in sich tragen.
Gez. vom König in Westminster am 12.
Tag des Monats Juni im Jahre eintausenddreihundertund neunundsechzig „
Beim Clout-Schiessen wird
auf feste Entfernung (Yard)
versucht, so nahe wie möglich neben eine aufgestellte Flagge zu treffen. Um das
zu schaffen muss man in einem Winkel von ungefähr 45 Grad in Richtung Flagge
(Clout) schiessen. Bei Rückenwind etwas höher und bei Gegenwind tiefer halten.
Dabei stehen alle Schützen an einer gedachten Schiesslinie. Jeder schiesst 3x6 Pfeile. Die Trefferaufnahme wird
mit Hilfe eines Seiles vorgenommen, das in Abständen von einem Yard (90 cm) mit
Knoten versehen ist. Das Seil wird mit einem Haken an der Flagge eingehängt und
ein Kreis um die Clout gezogen. Die höchste Wertung bekommen die Pfeile im
inneren Radius (5).
Für das Cloutschiessen eignen sich alle Bögen. Sollte der Bogen nicht stark
genug sein für Entfernung, , so kann man auch mit den Damen und Jugendlichen
eine kürzere Entfernung schiessen. Aber mit etwas Feintuning und den passenden
Pfeilen bekommt man das schon hin, man muss nicht unbedingt einen Bogen über 50
Pfund schiessen.