Gesundes Lebensmittel oder Zuckerbombe?
Ob Fruchtjogurt oder Trockenfrüchte:
Hinter vermeintlich gesunden Lebensmitteln lauern mitunter wahre Zuckerberge.
Worauf Sie achten sollten.
Gesunde Ernährung könnte so einfach sein: Süßigkeiten, Torten oder Limonaden sind zuckerreich und daher ungesund. Jogurt oder Trockenobst hingegen gelten als kalorienarm und sind somit empfehlenswert. Doch diese pauschale Einstufung täuscht. Aufgrund der technologischen Verarbeitung der Lebensmittel verändert sich ihre Zusammensetzung und lässt aus vermeintlich gesunden Produkten süße Kalorienbomben entstehen.
Neun Würfel Zucker im Fruchtjogurt
Beispiel Jogurt: Der Lieferant von Kalzium und Eiweiß zählt zu den natürlichen und gesunden Lebensmitteln. Doch in der Maschinerie der Lebensmitteltechnologie entsteht daraus eine echte Süßigkeit, die pro Becher bisweilen so viel Zucker enthält wie ein Glas Cola: etwa neun Stück Würfelzucker.
Ähnliches ergibt sich für Trockenobst: Im Gegensatz zu Chips & Co sind die getrockneten Früchte zwar die gesündere Alternative, jedoch verbirgt sich auch hier eine ungeahnte Zuckerfalle: 125 Gramm Apfelringe enthalten satte 66,25 Gramm Zucker. Das entspricht 33 Zuckerwürfeln.
Zucker ist zwar ein wichtiger und schneller Energielieferant für den Körper. Doch bei übermäßigem Konsum überfluten die Zuckermoleküle den Stoffwechsel förmlich und führen nicht nur zum Aufbau von Fett, sondern belasten auch die Bauchspeicheldrüse und fördern damit die Entstehung von Diabetes.
Mehr Aufklärung gefordert
Um dieser Gefahr zu entgehen, ist der häufigere Griff zu natürlichen, technologisch unveränderten Lebensmitteln ratsam. Naturjogurt in Kombination mit frischen Beeren enthält nur einen geringen Zuckeranteil und liefert zudem die gleiche Menge an essenziellen Nährstoffen. Für eine transparente Verbraucheraufklärung ist es notwendig, über derartige Täuschungen aufzuklären. Die Tatsache, dass Konsumenten auf Lebensmitteletiketten deklarierte Zutaten wie Glukose, Fruktose, Saccharose, Maltose, Laktose oder Dextrose häufig nicht als Zucker erkennen, unterstreicht diese Notwendigkeit.
dk/Quelle: Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.